Europäische Akademie Brandenburg
     
 
 
 
 
 
 
 
"Polen und Deutschland im gemeinsamen Europa"

Ein zweites Treffen in Potsdam (10.-12. Januar 2008) stieg tiefer in thematische Aspekte der Europapolitik und der deutsch-polnischen Kooperation ein. In vier Panels stellten die Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit vor, anschließend wurden sie im Plenum diskutiert. Neben der inhaltlichen Arbeit bot dieses Treffen auch Gelegenheit, die Stadt Potsdam sowie die hiesigen studentischen Lebens- und Arbeitsbedingungen kennen zu lernen. Gemeinsame Freizeit- und Abendaktivitäten erlaubten deutsch-polnische Gespräche in lockererer Atmosphäre. Auf dem Programm stand zudem eine Stadtführung in Potsdam. Der Besuch des Schlosses Cecilienhof als Ort der Potsdamer Konferenz gab Anlass zur Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Ein dreitägiges Treffen in Posen und Mikuszewo beschloss den Zyklus (15.-18. Mai 2008). Der Workshop stand unter dem seit einigen Jahren traditionellen Thema „Die Polen und die Deutschen. Gemeinsam für Europa“. Der Programmablauf entsprach den Traditionen, die sich in der nunmehr zehnjährigen Geschichte dieser deutsch-polnischen studentischen Workshops entwickelt haben. Nach einem ersten Tag in Posen wurde der Workshop in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Mikuszewo, ca. 60 Kilometer außerhalb Posens, fortgesetzt. In diesem Schloss findet sich die ideale Atmosphäre für ungestörte Diskussionen ebenso wie für Freizeit, Lagerfeuer, Sport und Musik. Am ersten Tag (15.05.2008) wurde ein Wirtschaftsunternehmen besichtigt, diesmal war es die Brauerei LECH in Posen. Nach einer offiziellen Begrüßung und Einleitung fand anschließend im neuen Gebäude des Instituts für politische Wissenschaften und Journalismus an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen die feierliche Übergabe der Preise des deutsch-polnischen Essaywettbewerbs statt. Einzelne Beiträge wurden den Anwesenden vorgestellt. An den weiteren Tagen wurden die thematischen Workshops der vergangenen Seminarveranstaltungen fortgesetzt. Verschiedene Themen der deutsch-polnischen Beziehungen wurden dabei kontrovers diskutiert, so die aktuellen Probleme im Schengen-Raum, die politische und ökonomische Problematik der deutsch-russischen Ostseepipeline, deutsch-polnische Migration, die sozioökonomische Dimension internationaler Fußballturniere, die EU-Grundrechtecharta, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die nächste Erweiterungsrunde der EU sowie die EU-Ostpolitik. Am Samstag (17.05.2008) stand die Begegnung mit der Bevölkerung des Dorfes im Mittelpunkt. Anlässlich des eine Woche zuvor begangenen Europatages waren die Bewohner des Dorfes eingeladen, gemeinsam mit den Seminarteilnehmern zu feiern, sich im sportlichen Wettkampf zu messen und sich in entspannter Atmosphäre am Lagerfeuer kennen zu lernen. Früh am Morgen fand der Angelwettbewerb teil. Hauptattraktion war das traditionelle Fußballspiel am Nachmittag, das der Bürgermeister des Ortes als Schiedsrichter leitete. Die deutsche Mannschaft verlor leider – wie traditionell – gegen die gut trainierten jungen Leute des Ortes. Anschließend wurde gemeinsam an der Gulaschkanone gegessen.

Über den Projektverlauf und -fortschritt sowie die Ergebnisse informierte eine eigens eingerichtete Homepage die Teilnehmer und die breite Öffentlichkeit. Zudem wurden ausgewählte Teilnehmerbeiträge des Essaywettbewerbs ebenso wie im Laufe des Seminars vorgestellte Beiträge der Studierenden publiziert. Besonders spannend für potentielle Interessenten dürfte die Aufnahme ausgewählter Essays als Hörbeitrag sein. Ein Video zeigt Aufnahmen von Potsdam und aktiven Protagonisten und Partnern des Projektes.

Nach Abschluss des Seminarzyklus sind sich Teilnehmer und Veranstalter einig, dass dies ein gelungenes Projekt war. Tenor der meisten eingesandten Essays der studentischen Teilnehmer war das Folgende: Kommunikation ist alles. Lasst uns zusammenkommen, lasst uns reden, lasst uns kennen lernen! „Polen und Deutschland im gemeinsamen Europa“ – Die jungen Menschen in Polen und Deutschland sind sich in vielem näher, als große mediale Rhetorik es oft erwarten ließe.

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© 2008 Europäische Akademie Brandenburg | Letzte Aktualisierung 15.09.2008 7:56 | Kontakt