Seminar
"Polen und Deutschland im gemeinsamen Europa"
Mikuszewo
Der
abschließende Workshop in Poznañ und Mikuszewo stand unter dem
seit einigen Jahren traditionellen Thema „Die Polen und die
Deutschen. Gemeinsam für Europa“. Insgesamt nahmen diesmal 30
Studenten aus Poznañ und Potsdam teil. Der Programmablauf entsprach
den Traditionen, die sich in der nunmehr zehnjährigen Geschichte
dieser deutsch-polnischen studentischen Workshops entwickelt
haben. Nach einem ersten Tag in Poznañ wurde der Workshop in
der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Mikuszewo ca. 60
Kilometer außerhalb Poznañs fortgesetzt. In diesem Schloss findet
sich die ideale Atmosphäre für ungestörte Diskussionen ebenso
wie für Freizeit, Lagerfeuer, Sport und Musik.
Am Vormittag des ersten Tages (Donnerstag 15.05.2008) wurde
ein Wirtschaftsunternehmen in Poznañ besichtigt, diesmal war
es die Brauerei LECH in Poznan. Anschließend fand im neuen Gebäude
des Instituts für politische Wissenschaften und Journalismus
an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznañ die Übergabe der Preise
des deutsch-polnischen Essaywettbewerbs „Gemeinsam für Europa.
Neue Wege zur deutsch-polnischen Partnerschaft im 21. Jahrhundert“
statt. Einer der ersten Preisträger Piotr Lament von der Adam-Mickiewicz-Universität
Poznañ stellte in einem Vortrag abschließend selbst erhobene
Daten über die Haltung polnischer Schüler und Studenten zu Deutschland
und den Deutschen vor.
Am nächsten Tag (Freitag 16.05.2008) fand die inhaltliche Diskussion
des Workshops statt. Verschiedene Themen der deutsch-polnischen
Beziehungen wurden dabei kontrovers diskutiert. Die Studenten
aus Potsdam trugen Thesen vor zu den aktuellen Problemen im
Schengen-Raum nach der Öffnung der Grenzen zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten
Ende 2007, zur politischen und ökonomischen Problematik der
deutsch-russischen Ostseepipeline, zur deutsch-polnischen Migration
und zur sozioökonomische Dimension internationaler Fußballturniere
am Beispiel der WM 2006 in Deutschland.
Die Studenten aus Poznañ hatten Vorträge vorbereitet zu den
Themen „Polen und die EU-Grundrechtecharta“, „Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft
2007 aus polnischer Sicht“, „Die nächste Erweiterungsrunde der
EU“ und „Die EU-Ostpolitik und Russland“.
Am Samstag (17.05.2008) stand die Begegnung mit der Bevölkerung
des Dorfes im Mittelpunkt. Früh am Morgen fand der Angelwettbewerb
teil. Hauptattraktion war das traditionelle Fußballspiel am
Nachmittag, dass der Bürgermeister des Ortes als Schiedsrichter
leitete. Über 50 Gäste waren erschienen, dies war sicher ein
Höhepunkt des dörflichen Lebens. Der Platz war extra neu hergerichtet
worden. Die deutsche Mannschaft verlor leider – wie traditionell
– gegen die gut trainierten jungen Leute des Ortes. Anschließend
wurde gemeinsam an der Gulaschkanone gegessen.
Am Sonntag (18.05.2008) traten alle die Rückreise nach erlebnisreichen
Tagen an.
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